Luther goes USA – Gemäldegalerie und Co zu Gast in Los Angeles

Seit November sind Luther und seine Zeitgenossen zu Gast in Los Angeles. Einige unserer Kollegen waren bei der Eröffnung der Ausstellung „Renaissance and Reformation: German Art in the Age of Dürer and Cranach“ im Los Angeles County Museum of Art dabei.

Etwa 100 Meisterwerke namhafter Künstlern wie Dürer, Cranach, Holbein und Riemenschneider sind seit dem 20. November 2016 im Los Angeles County Museum of Art zu sehen. Die Kunstwerke aus der Reformationszeit um 1500 stammen aus den Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sowie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München. Die Ausstellung „Renaissance and Reformation: German Art in the Age of Dürer and Cranach“ ist noch bis zum 26. März 2017 in L.A. zu sehen.

Verladen in Frankfurt, next stop L.A.  Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Antje Penz
Verladen in Frankfurt, next stop L.A. Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Antje Penz

So viele hochkarätige Kunstwerke von Deutschland ins ferne Los Angeles zu transportieren, stellt eine besondere logistische Herausforderung dar, an deren Bewältigung verschiedenste Fachleute beteiligt sind. Einige Etappen dieses außergewöhnlichen „Roadtrips“ unserer betagten Reisenden – vom Verpacken über den Transport und die Installation vor Ort bis zur Eröffnung – haben wir auf unserer Facebook-Seite bereits dokumentiert.

Riemenschneider Maria und Matthias werden von ihrem bisherigen Standort in der Gemäldegalerie abmontiert. Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Hannah Prinz
Riemenschneiders Maria und Matthias werden von ihrem bisherigen Standort in der Gemäldegalerie abmontiert. Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Hannah Prinz
Innerhalb von zwei Tagen wurden die Bilder aus der Berliner Gemäldegalerie gehängt. Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Maria Zielke
Innerhalb von zwei Tagen wurden die Bilder aus der Berliner Gemäldegalerie gehängt. Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Maria Zielke

Mechtild Kronenberg, Leiterin des Bereichs Presse, Kommunikation und Sponsoring bei den Staatlichen Museen zu Berlin, war bei der Eröffnung in Los Angeles dabei und schildert ihre persönlichen Eindrücke:

Photo by Zach Lipp
Photo by Zach Lipp

„Es war entspannt kalifornisch – und für deutsche Verhältnisse nahezu unvorstellbar: Die Pressekonferenz am LACMA fand bei strahlender Sonne unter freiem Himmel und bei einem Frühstück statt!“ Vor Chris Burdens Installation „Urban Light“ begrüßte Direktor Michael Govan dort gut gelaunt die Vertreter der Medien und die deutschen Gäste.

LACMA-Direktor Michael Govan vor Chris Burdens Installation „Urban Light“ © Museum Associates/LACMA
LACMA-Direktor Michael Govan vor Chris Burdens Installation „Urban Light“ © Museum Associates/LACMA

„Nicht nur viele Touristen nutzen diesen ikonischen Hintergrund für ein Erinnerungsfoto, wir haben auch eins gemacht. Hier neben Michael Govan stehen Bernhard Maaz (München), Marion Ackermann (Dresden), Patrice Marandel (Los Angeles) und Michael Eissenhauer (Berlin).“

Michael Govan neben Bernhard Maaz (München), Marion Ackermann (Dresden), Patrice Marandel (LACMA ) und Michael Eissenhauer (Berlin) vor Chris Burdens Installation „Urban Light“ © Photo by Zach Lipp
Michael Govan neben Bernhard Maaz (München), Marion Ackermann (Dresden), Patrice Marandel (LACMA ) und Michael Eissenhauer (Berlin) vor Chris Burdens Installation „Urban Light“ © Photo by Zach Lipp

Nachdem am Vormittag alles Wichtige gesagt war, gestaltete sich die Eröffnung am Abend als informelle Party: „Auf Eröffnungsreden wurde verzichtet, stattdessen fand sich Gelegenheit zum Gespräch mit unseren amerikanischen Kollegen. Das dominierende Thema war natürlich die wenige Tage zurücklegende Präsidentschaftswahl in den USA.“

Photo by Zach Lipp
Photo by Zach Lipp
Photo by Zach Lipp
Photo by Zach Lipp

Bei einer solchen Reise gibt es natürlich auch Gelegenheit, das Partnermuseum kennenzulernen und Eindrücke und neue Ideen zu sammeln. „Bemerkenswert war die Freundlichkeit und Zuvorkommenheit des Aufsichtspersonals, irritierend der enorm hohe Eintrittspreis ins Museum – vor allem, wenn man eine Sonderausstellung sehen wollte: 25 Dollar wären in Deutschland unvorstellbar.”

Photo by Zach Lipp
Photo by Zach Lipp
Photo by Zach Lipp
Photo by Zach Lipp

“Wie auch andere amerikanische Museen, händigt das LACMA keine Tickets aus, sondern kleine Aufkleber. Für jeden Tag eine andere Farbe. Einerseits sehr praktisch, weil man die Eintrittskarte nicht andauernd herauskramen und vorzeigen muss, andererseits auch unschön, denn die Besucher kleben die Sticker beim Verlassen des Museums überall hin – selbst das Kunstwerk „Urban Light“ bleibt nicht verschont.“

Frau Kronenberg wurde von verschiedenen Kollegen aus den deutschen Museen begleitet, die teils ähnliche und zahlreiche weitere Eindrücke mitbrachten.

Nadine Söll (Berlin): Auch an Ampeln im Umfeld des Museums zeigt sich der kreative Nachklang des Museumsbesuchs in einer spontanen Street-Art-Collage aus LACMA-Stickern. Foto: Nadine Söll
Nadine Söll (Berlin): Auch an Ampeln im Umfeld des Museums zeigt sich der kreative Nachklang des Museumsbesuchs in einer spontanen Street-Art-Collage aus LACMA-Stickern. Foto: Nadine Söll
Nicht nur im LACMA, sondern auch davor, findet man derzeit Highlights deutscher Kultur, wie dieser Food Truck beweist. Foto: Nadine Söll
Nicht nur im LACMA, sondern auch davor, findet man derzeit Highlights deutscher Kultur, wie dieser Food Truck beweist. Foto: Nadine Söll
Kathrin Hasskamp (Berlin/ Dresden): Das Philharmonische Quintett der Berliner Philharmoniker beehrte uns und Besucher des LACMA mit einem Sonderkonzert im Rahmen der Ausstellung. Foto: Kathrin Hasskamp
Kathrin Hasskamp (Berlin/Dresden): Das Philharmonische Quintett der Berliner Philharmoniker beehrte uns und Besucher des LACMA mit einem Sonderkonzert im Rahmen der Ausstellung. Foto: Kathrin Hasskamp
"Die Villa Aurora bei Tageslicht - in einer solchen Umgebung macht das Arbeiten gleich richtig Spaß!" Foto: Kathrin Hasskamp
“Die Villa Aurora bei Tageslicht – in einer solchen Umgebung macht das Arbeiten gleich richtig Spaß!” Foto: Kathrin Hasskamp
Stephan Kemperdick, Kurator aus der Berliner Gemäldegalerie, war fasziniert vom amerikanischen Verwandten des Mettigels. Foto: Stephan Kemperdick
Stephan Kemperdick, Kurator aus der Berliner Gemäldegalerie, war fasziniert vom amerikanischen Verwandten des Mettigels. Foto: Stephan Kemperdick
Julia Fabritius und Dana Korzuschek (Dresden):<br />  Neben unserem Partnermuseum hatten wir auch die Gelegenheit, andere Museen in LA zu besuchen. Im Getty Museum folgten alle mitreisenden deutschen Gäste sowie Kolleginnen und Kollegen aufmerksam der Führung von Peter-Björn Kerber. Foto: Julia Fabritius
Julia Fabritius und Dana Korzuschek (Dresden):
Neben unserem Partnermuseum hatten wir auch die Gelegenheit, andere Museen in LA zu besuchen. Im Getty Museum folgten alle mitreisenden deutschen Gäste sowie Kolleginnen und Kollegen aufmerksam der Führung von Peter-Björn Kerber. Foto: Julia Fabritius
Ob am Strand von Venice oder auf dem Walk of Fame in Hollywood: Die Fassungslosigkeit der Amerikaner, nachdem Donald Trump zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, ist allgegenwärtig. Während in Venice noch zum Handeln aufgerufen wird, folgten in Hollywood den Worten bereits Taten. Wütende Bürger haben dort den Stern von Donald Trump aus dem Boden geschlagen. Foto: Dana Korzuschek
Ob am Strand von Venice oder auf dem Walk of Fame in Hollywood: Die Fassungslosigkeit der Amerikaner, nachdem Donald Trump zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, ist allgegenwärtig. Während in Venice noch zum Handeln aufgerufen wird, folgten in Hollywood den Worten bereits Taten. Wütende Bürger haben dort den Stern von Donald Trump aus dem Boden geschlagen. Foto: Dana Korzuschek
Julia Fabritius und Dana Korzuschek (Dresden): Ob am Strand von Venice oder auf dem Walk of Fame in Hollywood: Die Fassungslosigkeit der Amerikaner, nachdem Donald Trump zum nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, ist allgegenwärtig. Während in Venice noch zum Handeln aufgerufen wird, folgten in Hollywood den Worten bereits Taten. Wütende Bürger haben dort den Stern von Donald Trump aus dem Boden geschlagen. Foto: Julia Fabritius
Foto: Julia Fabritius
Tine Nehler (München): Verfechter von kulturellen Belangen damals und heute: Herr Reiffenstuel vom Auswärtigen Amt neben einem Prunkharnisch aus Dresden. Foto: Tine Nehler
Tine Nehler (München): Verfechter von kulturellen Belangen damals und heute: Herr Reiffenstuel vom Auswärtigen Amt neben einem Prunkharnisch aus Dresden. Foto: Tine Nehler
Zur frühkindlichen Prägung mit der Kunstgeschichte auf Tuchfühlung: schon für die Kleinsten gibt es Leonardo da Vinci, Claude Monet und Andy Warhol als Kuschelpuppe für die Kids von Getty Museum Besuchern. Foto: Tine Nehler
Zur frühkindlichen Prägung mit der Kunstgeschichte auf Tuchfühlung: schon für die Kleinsten gibt es Leonardo da Vinci, Claude Monet und Andy Warhol als Kuschelpuppe für die Kids von Besuchern des Getty Museums. Foto: Tine Nehler
Beste Aussichten von der LA-Akropolis, dem Getty Center. Foto: Tine Nehler
Beste Aussichten von der L.A.-Akropolis, dem Getty Center. Foto: Tine Nehler

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