Skulptur trifft Musik: Antje Rößeler und die „Trilogie einer Dramatik“

Junge KünstlerInnen haben sich von Canovas „Tänzerin“ im Bode-Museum zu vier Kompositionen inspirieren lassen. Am Freitag werden die Stücke zum Abschluss der Ausstellung „Canova und der Tanz“ live aufgeführt – hier stellen wir die KünstlerInnen vor.

Anlässlich der Ausstellung „Canova und der Tanz“ im Bode-Museum haben junge KünstlerInnen eigene Skulpturvertonungen entwickelt, die im Rahmen der Ausstellung vorgestellt wurden. Zur Finissage kommen nun noch einmal alle KünstlerInnen zusammen und präsentieren ihre Werke zum ersten und einzigen Mal gemeinsam. Mit dabei ist auch Antje Rößeler – Sie hat sich der Skulptur mit ihrem Jazzpiano angenähert und daraus eine richtige Liebesgeschichte entwickelt.

Welchen Gedanken hattest du bei der ersten Begegnung mit der Skulptur?
Sie ist ein bisschen benebelt und lässt sich mit einer Drehung in die Dramatik fallen.

Welches künstlerische Konzept steckt hinter deiner Komposition?
Die Abbildung dieses ersten Impulses in Musik und auch eine kleine Geschichte, die aus den Hintergrundinformationen über den Künstler Antonio Canova entstand: Er ging mit seinen Freunden in die Felder, um den Mädchen beim Tanzen zuzuschauen. Das spiegelt sich in dem freien Intro, dessen Thema noch das fröhliche, unbeschwerte Tanzen ist; eine Tänzerin verliebt sich jedoch in Canova oder einen seiner Begleiter. Daraus entsteht dann erst innerlich ein Drama, ein „Drehseufzer“, dann wieder eine „Aufrichtung“ und am Ende ist wieder alles gut – „En Dans“. Ob die beiden am Ende ein Paar werden oder ob die Tänzerin doch weiter alleine mit den anderen Mädchen tanzt, ist dabei egal …

Antje Rößeler beim Vertonungsevent zu "Canova und der Tanz". Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Malith Krishnarathne
Antje Rößeler beim Vertonungsevent zu “Canova und der Tanz”. Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Malith Krishnarathne

Welche Bedeutung hat die räumliche, dreidimensionale Ebene der Skulptur für deine Vertonung?
Durch die räumliche Ebene wurde das Sich-fallen-lassen, das Drehen so deutlich. Das führte schließlich zum Grundmotiv der Komposition, einer Quinte runter mit Glissando.

Kannst du deine Komposition in drei Worten beschreiben?
Trilogie einer Dramatik.

Die große Finissage zu “Canova und der Tanz” findet am Freitag, den 20.1.2017 ab 18 Uhr im Bode-Museum statt. Eintritt ist der reguläre Museumseintritt.

Finissage auf Facebook.

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