Sabine Lepsius, Selbstbildnis, 1885, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders

Kampf um Sichtbarkeit: Künstlerinnen der Alten Nationalgalerie

Vor 100 Jahren durften Frauen erstmals an der Berliner Kunstakademie studieren. Doch wie schafften sie es, sich vor diesem Umbruch in der Kunstwelt zu etablieren? Die Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit. Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919“ geht dieser Frage nach und rückt die Frauen und ihre Kunst in den Fokus.

Willi Döring: Bildnis James Simon am Schreibtisch seines Zimmers, 1901 © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Volker-H. Schneider

Der Mäzen James Simon: Ein Geschenk für die Museen

Ohne ihre zahlreichen Mäzene wäre es den Berliner Museen nie gelungen, Sammlungen von Weltrang zu vereinen. Einer der größten Förderer war James Simon. Doch der jüdische Geschäftsmann war viel mehr als nur ein freigiebiger Kunstliebhaber.

Julius Lessing, erster Direktor des Kunstgewerbemuseums, im Renaissancesaal, 1903 (Foto: bpk/Hans Franke)

Wie Julius Lessing erster Direktor des Kunstgewerbemuseums wurde

Eigentlich hatte sich Julius Lessing der Klassischen Archäologie verschrieben, doch es sollte anders kommen. Mit der Gründung des Kunstgewerbemuseums 1867 entstand erstmals in Deutschland eine Institution, die sich wissenschaftlich mit Kunsthandwerk und Gestaltung auseinandersetzte.

Max Liebermann: Wilhelm Bode (1904). Copyright: bpk / Nationalgalerie, SMB / Jörg P. Anders

Wilhelm von Bode – Kunsthistoriker und Sammler aus Leidenschaft

Mit unermüdlichem Einsatz erwarb Wilhelm von Bode um die Jahrhundertwende zahlreiche Kunstschätze, gründete neue Sammlungsbereiche und entwickelte neue Formen der musealen Präsentation. Die Staatlichen Museen zu Berlin verdanken ihm ihren Platz unter den großen Sammlungen von Weltrang.

Georg Möller, Friedrich Zucker oder Prinz Oskar von Preußen, Ludwig Borchardt und Graf Soden (Begleiter des Prinzen) oder Walter Honroth (von links nach rechts) bei den Ausgrabungen in Abusir (1907/08) © Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Ph. 8013

Ludwig Borchardt – Der Bauforscher unter den Ägyptologen

Ludwig Borchardt brachte nicht nur die Nofretete von Tell el-Amarna nach Berlin – er war auch eine der wichtigsten Figuren in der frühen Ägyptologie. Zu seinem 152. Geburtstag hat Jessica Jancziak vom Ägyptischen Museum und Papyrussammlung die Stationen seines Lebens zusammengefasst.

Curt Glaser – Leben und Wirken eines Berliner Museumsdirektors

Seit Mai erinnert in der Kunstbibliothek eine Tafel an den ehemaligen Direktor Curt Glaser (1879 – 1943). Er prägte in den 1920er Jahren maßgeblich die Kunstbibliothek und die Sammlung für zeitgenössische Grafik des Kupferstichkabinetts. Aufgrund seiner jüdischen Wurzeln wurde seine Karriere jedoch ab 1933 von den Nazis zerstört.