Botticelli kommt nach Berlin!

Für die Ausstellung „The Botticelli Renaissance“ in der Gemäldegalerie werden derzeit mehrere Spots produziert. Jeder Spot bezieht sich auf ein Gemälde Botticellis und verbindet es mit einem Berliner Ort. Ab Mitte Juli erscheinen die Spots nach und nach auf unseren Social-Media-Kanälen und im Sommerkino am Kulturforum. Unsere Kollegin Manja Weinert aus dem Referat Presse, Kommunikation , Sponsoring war bei einem Drehtermin im Stadtbad Neukölln dabei.

Dieses Gemälde von Sandro Botticelli (1445-1510) zeigt Simonetta Vespucci, eine berühmte Florentiner Dame, die allen Männern den Kopf verdreht hat und Muse namhafter Renaissancekünstler war. So lautet jedenfalls eine These. Andere sehen in dem Portrait vielmehr ein Idealbild weiblicher Schönheit. Der Spot, für den im Stadtbad Neukölln gedreht wurde, nimmt Bezug auf dieses Werk. Welcher Ort in Berlin wäre als Kulisse geeigneter als ein Bad, das im Jahr 1914 nach dem Vorbild römischer Kaiserthermen erbaut worden ist?! Foto: Jörg P. Anders
Dieses Gemälde von Sandro Botticelli (1445-1510) zeigt Simonetta Vespucci, eine berühmte Florentiner Dame, die allen Männern den Kopf verdreht hat und Muse namhafter Renaissancekünstler war. So lautet jedenfalls eine These. Andere sehen in dem Portrait vielmehr ein Idealbild weiblicher Schönheit. Der Spot, für den im Stadtbad Neukölln gedreht wurde, nimmt Bezug auf dieses Werk. Welcher Ort in Berlin wäre als Kulisse geeigneter als ein Bad, das im Jahr 1914 nach dem Vorbild römischer Kaiserthermen erbaut worden ist?!
Foto: Jörg P. Anders
Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Treffpunkt 6 Uhr vor dem Stadtbad Neukölln. Der Bezirk schläft noch und man kann für ein Foto mitten auf der Kreuzung stehen, ohne umgefahren zu werden.
Der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Treffpunkt 6 Uhr vor dem Stadtbad Neukölln. Der Bezirk schläft noch und man kann für ein Foto mitten auf der Kreuzung stehen, ohne umgefahren zu werden.
Alle sind pünktlich, denn in zwei Stunden öffnet das Stadtbad für die Schwimmer. Bis dahin muss alles im Kasten sein und jede Minute zählt.
Alle sind pünktlich, denn in zwei Stunden öffnet das Stadtbad für die Schwimmer. Bis dahin muss alles im Kasten sein und jede Minute zählt.
So einsam und leer hat das wunderschöne Stadtbad bislang noch keiner von uns genießen können. Ein echtes Privileg. Hier entstanden übrigens auch Szenen für den Tom-Cruise-Film „Operation Walküre“. Wir sind sicher, dass auch unser Spot einen gewissen Hollywood-Glamour haben wird.
So einsam und leer hat das wunderschöne Stadtbad bislang noch keiner von uns genießen können. Ein echtes Privileg. Hier entstanden übrigens auch Szenen für den Tom-Cruise-Film „Operation Walküre“. Wir sind sicher, dass auch unser Spot einen gewissen Hollywood-Glamour haben wird.
In der Damenumkleide bekommt Anastasia Gubareva, Schauspielerin am Maxim Gorki Theater, für ihren großen Auftritt Zöpfe wie Simonetta und wird geschminkt. Damit beim Schwimmen nicht alles zerläuft, wird das Make-up nur sparsam aufgetragen. Zum Botticelli-Gemälde passt ein Natur-Look außerdem viel besser.
In der Damenumkleide bekommt Anastasia Gubareva, Schauspielerin am Maxim Gorki Theater, für ihren großen Auftritt Zöpfe wie Simonetta und wird geschminkt. Damit beim Schwimmen nicht alles zerläuft, wird das Make-up nur sparsam aufgetragen. Zum Botticelli-Gemälde passt ein Natur-Look außerdem viel besser.
Während die Damen sich um die Schönheit kümmern, bereiten die Herren die Technik vor und nehmen den Drehort in Augenschein, um nachher die schönsten Lichtspiele und Stimmungen einfangen zu können.
Während die Damen sich um die Schönheit kümmern, bereiten die Herren die Technik vor und nehmen den Drehort in Augenschein, um nachher die schönsten Lichtspiele und Stimmungen einfangen zu können.
Bis alle bereit sind, bleibt Zeit für ein paar Detailfotos in der Kleinen Schwimmhalle. Als leidenschaftliche Schwimmerin, die Chlorgeruch mit Wohlbefinden und Vertrautheit assoziiert, bin ich hingerissen von der Gelegenheit, das Bad ein paar Minuten einmal ganz für mich allein zu haben.
Bis alle bereit sind, bleibt Zeit für ein paar Detailfotos in der Kleinen Schwimmhalle. Als leidenschaftliche Schwimmerin, die Chlorgeruch mit Wohlbefinden und Vertrautheit assoziiert, bin ich hingerissen von der Gelegenheit, das Bad ein paar Minuten einmal ganz für mich allein zu haben.
In einer Ecke steht eine Haspel mit Leinen, deren Rot-Weiß den perfekten Kontrast zu den pastellfarbenen Umgebungsfarben bildet. Dass das ein starkes Bild ist, finde offenbar nicht nur ich, denn die Haspel wird später auch in unserem fertigen Spot zu sehen sein.
In einer Ecke steht eine Haspel mit Leinen, deren Rot-Weiß den perfekten Kontrast zu den pastellfarbenen Umgebungsfarben bildet. Dass das ein starkes Bild ist, finde offenbar nicht nur ich, denn die Haspel wird später auch in unserem fertigen Spot zu sehen sein.
Sind an diese Rollen damals die Damen gehängt worden, die Schwimmen lernen wollten? Die Kleine Schwimmhalle war früher den Frauen vorbehalten. Die Herren gingen nebenan in der Großen Schwimmhalle ihren Leibesübungen nach. Dann
Sind an diese Rollen damals die Damen gehängt worden, die Schwimmen lernen wollten? Die Kleine Schwimmhalle war früher den Frauen vorbehalten. Die Herren gingen nebenan in der Großen Schwimmhalle ihren Leibesübungen nach.
Dann geht es los. Doch mit Straßenschuhen kommt niemand ins Bad. Eine zuvorkommende Mitarbeiterin der Berliner Bäder-Betriebe verteilt beherzt blaue Plastiküberzieher, die sich alle über die Schuhe stülpen müssen.
Dann geht es los. Doch mit Straßenschuhen kommt niemand ins Bad. Eine zuvorkommende Mitarbeiterin der Berliner Bäder-Betriebe verteilt beherzt blaue Plastiküberzieher, die sich alle über die Schuhe stülpen müssen.
Das Bad ist gut geheizt und Anastasia Gubareva ist die Einzige, die ins Wasser darf. Alle anderen schwitzen in stiller Demut vor sich hin.
Das Bad ist gut geheizt und Anastasia Gubareva ist die Einzige, die ins Wasser darf. Alle anderen schwitzen in stiller Demut vor sich hin.
Dafür muss sie jedoch mehrmals in diese und in jene Richtung schwimmen und öfter die Treppe rauf und runter.
Dafür muss sie jedoch mehrmals in diese und in jene Richtung schwimmen und öfter die Treppe rauf und runter.
Geduldig kommt die junge Schauspielerin den Wünschen der Regie nach und verhält sich ganz und gar nicht divenhaft. Ob Simonetta Vespucci, deren Schönheit legendär war, wohl auch so unprätentiös war?
Geduldig kommt die junge Schauspielerin den Wünschen der Regie nach und verhält sich ganz und gar nicht divenhaft. Ob Simonetta Vespucci, deren Schönheit legendär war, wohl auch so unprätentiös war?
Wir sind gut in der Zeit und haben Glück mit dem Licht. Kurz vor 8 Uhr verschwindet das weiche Morgenlicht. Aber wie man sieht: Die Bilder sind im Kasten!
Wir sind gut in der Zeit und haben Glück mit dem Licht. Kurz vor 8 Uhr verschwindet das weiche Morgenlicht. Aber wie man sieht: Die Bilder sind im Kasten!
Gleich kommen die ersten Badegäste und wir packen ein. Ich bin gespannt auf den Spot. Ein herzliches Dankeschön an bboxx, das Ensemble des Maxim Gorki Theaters, die Berliner Bäder-Betriebe und alle Beteiligte!
Gleich kommen die ersten Badegäste und wir packen ein. Ich bin gespannt auf den Spot.

Ein herzliches Dankeschön an bboxx, das Ensemble des Maxim Gorki Theaters, die Berliner Bäder-Betriebe, Camelot Berlin und alle Beteiligten!

Fotos: Manja Weinert

1 Kommentar

  1. Sibylle - 9. Juli 2015, 12:18 UHR

    Ein schöner sommerlicher Beitrag! Um sechs Uhr morgens im Schwimmbad fast allein – ein Traum!

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