Nachwuchs in der Gipsformerei: Junge Gipskunstformer beginnen Ausbildung
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Die Gipsformerei ist die älteste Einrichtung der Staatlichen Museen zu Berlin – und auch der Beruf des Gipskunstformers blickt auf eine lange Tradition zurück. Im September begannen zwei neue Auszubildende in dem traditionsreichen Haus.
Ihr seid seit September als Auszubildende in der Gipsformerei an Bord – wie waren die ersten Monate eurer Ausbildung?
Anouk Czerny: Ich fand es sehr spannend. Die vielen detaillierten und teilweise sehr großen Gipsabformungen sind schon beeindruckend und auch die vielen spezialisierten Werkzeuge kennenzulernen, war sehr interessant.
Taito Sakamoto: Ich fand es auch bisher einen sehr interessanten ersten Eindruck. Aber wir waren die meiste Zeit in der Berufsschule und nur einige Male hier in der Gipsformerei. Es gibt sicher noch viel zu entdecken.
Anouk Czerny: Die offizielle Bezeichnung ist „Stuckateur“ und unsere spezielle Qualifikation wird dann „Gipskunstformer sein. Im ersten Ausbildungsjahr arbeiten wir sehr häufig auf dem Lehrbauhof, wo wir grundlegende Techniken des Berufs erlernen. Dann haben wir ergänzende Berufsschule und nur in den Ferien sind wir tatsächlich in der Gipsformerei und arbeiten hier praktisch.
Was genau passiert auf dem Lehrbauernhof?
Anouk Czerny: Der Lehrbauhof gehört zum Bauhauptgewerbe der Stuckateure. Dort lernen wir alle Gewerke des Berufs kennen, zuletzt haben wir zum Beispiel mehrere Wochen lang gefliest und als nächstes werden wir das Maurergewerk kennenlernen und alles zum Thema Beton erfahren.
Taito Sakamoto: Die eigentliche Fokussierung auf Gipskunstformer wird im zweiten Lehrjahr beginnen, wenn wir alles über das Abformen und den Guss kennenlernen. Momentan lernen wir, wenn wir in der Gipsfomerei sind, vor allem die absoluten Grundlagen und machen uns mit dem Material vertraut.
Woran arbeitet ihr denn gerade, wenn ihr in der Gipsformerei seid?
Anouk Czerny: Wir bekommen immer kleine und recht einfache Aufträge. Ich arbeite zum Beispiel gerade an der Kopie einer spielenden Hand des Komponisten und Pianisten Franz Liszt.
Taito Sakamoto: Ich arbeite an den Augenpaaren eines Giganten und der Göttin Nyx vom Giganten-Fries des Pergamonaltars. Zwischendurch helfen wir aber auch bei größeren Projekten mit.
Anouk Czerny: Gestern haben wir beim Formaufgießen mit Knochenleim zugeschaut. Der Leim dient als Abformmaterial und wird mit ca. 55C° in die Form gefüllt. Das ist eine alte Technik, die aus der Zeit stammt, als es noch kein Silikon gab.
Warum habt ihr euch für diesen Beruf entschieden?
Anouk Czerny: Ich war nach dem Abitur auf der Suche nach etwas, das mich interessiert. Ich habe dann ein Orientierungsstudium an der TU gemacht und festgestellt, dass das doch nichts für mich ist. Ich bin zu dieser Zeit viel in Museen gegangen und habe dort gezeichnet. Dort sah ich auch Gipsskulpturen und fand das immer sehr spannend und toll. Ich habe auch ein FSJ in der Denkmalpflege gemacht. Als ich dann durch Zufall auf die Ausschreibung gestoßen bin, habe ich mich beworben.
Taito Sakamoto: Bei mir war es ähnlich, ich war auch nach dem Abi auf der Suche und bin dann auf die Stellenanzeige gestoßen.
Der Beruf „Gipskunstformer:in“ ist sehr traditionell, gleichzeitig bemüht sich die Gipsformerei sehr um moderne Technologien, etwa bei der berührungsfreien Abformung. Was gefällt euch besser?
Taito Sakamoto: Mit digitalen Methoden und berührungsfreier Abformung haben wir bisher noch nicht gearbeitet, ich kann daher noch nicht sagen was mir besser gefällt.
Anouk Czerny: Aber ich finde es schon spannend, sich mit diesen Technologien zu beschäftigen. Ich bin gespannt, wie ein 3D-Scan funktioniert.
Habt ihr ein Lieblingsobjekt in der Gipsformerei?
Anouk Czerny: Die große Laokoon-Gruppe finde ich richtig toll. Wir waren dabei, als ein Sockel dafür gegossen wurde, das war ein Erlebnis. Aber ich mag auch kleinere Skulpturen, etwa den knienden Achilles.
Das klingt so, als ob ihr euch bisher wohlfühlt …
Anouk Czerny: Ja, auf jeden Fall.
Taito Sakamoto: Ja, es macht sehr viel Spaß bisher.
Stefan Kramer liebt knifflige Herausforderungen – in seinem Job als Werkstattleiter der Gipsformerei hat er genug davon. Ob alltägliche Arbeitsorganisation… weiterlesen
mit großem Interesse bewerbe ich mich hiermit um eine Ausbildungsstelle in Ihrer Gipsgießerei. Ich habe eine starke Faszination für handwerkliche Tätigkeiten und speziell für das Arbeiten mit Gips entwickelt.
Ich bin motiviert, lernbereit und freue mich darauf, meine Fähigkeiten in Ihrem Betrieb weiterzuentwickeln und zu vertiefen.
Für ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Guten Tag, auf dem ersten Bild sehe ich Uta, die schönste Frau des Mittelalters. Steht im Naumburger Dom das Original oder auch ein Abguß? Ich finde Ihre Arbeit faszinierend. Dass, oder allgemein Restaurator wäre mein Beruf geworden, wenn ich nicht die falsche Bahn (Metallindustrie) eingeschlagen hätte. Ich brauche ein zweites Leben. Wünsche ihnen viel Erfolg und werde sicher Ihre Seite öfter anklicken und gelegentlich wieder nach Berlin kommen.
Lieber Herr Köhler, vielen Dank für Ihr Interesse! Die Figur im Naumburger Dom ist das Original. Kommen Sie gern nach Berlin und sehen Sie sich Originale und Abgüsse aus der deutschen Gotik im Bode-Museum an.
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Kommentare
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großem Interesse bewerbe ich mich hiermit um eine Ausbildungsstelle in Ihrer Gipsgießerei. Ich habe eine starke Faszination für handwerkliche Tätigkeiten und speziell für das Arbeiten mit Gips entwickelt.
Ich bin motiviert, lernbereit und freue mich darauf, meine Fähigkeiten in Ihrem Betrieb weiterzuentwickeln und zu vertiefen.
Für ein persönliches Gespräch stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Ehsan Jokar
Lieber Herr Jokar, vielen Dank für Ihr Interesse! Am besten richten Sie Ihre Bewerbung direkt an die Gipsformerei, unter: gf (at) smb.spk-berlin.de
Vielen Dank und viele Grüße
Die Redaktion
Guten Tag, auf dem ersten Bild sehe ich Uta, die schönste Frau des Mittelalters. Steht im Naumburger Dom das Original oder auch ein Abguß? Ich finde Ihre Arbeit faszinierend. Dass, oder allgemein Restaurator wäre mein Beruf geworden, wenn ich nicht die falsche Bahn (Metallindustrie) eingeschlagen hätte. Ich brauche ein zweites Leben. Wünsche ihnen viel Erfolg und werde sicher Ihre Seite öfter anklicken und gelegentlich wieder nach Berlin kommen.
Freundliche Grüße aus Bayern
Reinhold Köhler
Lieber Herr Köhler, vielen Dank für Ihr Interesse! Die Figur im Naumburger Dom ist das Original. Kommen Sie gern nach Berlin und sehen Sie sich Originale und Abgüsse aus der deutschen Gotik im Bode-Museum an.
Herzliche Grüße aus der Redaktion